Apfelanlage mit Leuchtturm
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Forschung

Die Forschung an der ESTEBURG wird in die Abteilungen integrierter Pflanzenschutz und Diagnostik, Fruchtqualität und Obstlagerung, Kern und Steinobst sowie Beerenobst und die Abteilung Ökonomie und Technik unterteilt.


Pflanzenschutz und Diagnostik ist Prognose und Diagnose zu amtlich und praxisorientierter Pflanzenschutzmittelprüfung, Im Mittelpunkt stehen die Baumobstkulturen Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume. Für die Prognose werden zur Ermittlung von Schorfinfektionen an repräsentativen Standorten täglich die witterungsspezifischen Bedingungen erfasst. Pheromonfallenfänge werden für die Populationsentwicklung potentieller tierischer Schädlinge genutzt. Zur Ermittlung des Auftretens weiterer Schaderreger sind weitere Kontrollstandorte eingerichtet. Die erregerspezifische Diagnose und Prognose liefern die Daten für eine zielgerichtete Empfehlung. Im Bereich Pflanzenschutz handelt der Versuchsbetrieb in amtlichem Auftrag: Er prüft neue Produkte, die zugelassen werden sollen, auf ihre biologische Wirkung und auf den Verbleib von Rückständen. Ein Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten ist die Identifikation von Schaderregerresistenzen gegen chemische Pflanzenschutzmittel und die Entwicklung von langfristigen Antiresistenzstrategien. Ferner die Auswirkung des Klimawandels auf das erkennbare Auftreten neuer Schaderreger für das niederelbische Obstbaugebiet.


In der Abteilung Fruchtqualität und Obstlagerung werden Variationen der Pflanzenernährung und der Düngung geprüft. Es gibt Versuche zur Be- und Entwässerung, zur Wassergüte sowie zur Bodenbearbeitung. Ein weiteres Thema ist die Beschaffenheit der verwendeten Gerüstsysteme und -materialien, beispielsweise der Baumpfähle. Darüber hinaus befassen wir uns mit der Lagerung von Obstsorten. Im Labor der Abteilung werden dafür Blätter, Früchte, Wasser und Hölzer analysiert. Viele dieser Versuche und Analysen sind Auftragsarbeiten für Obstbauern.


Die Abteilung Kern- und Steinobst koordiniert die Versuchsarbeit zu Sorten, Unterlagen und Pflanzsystemen auf den Außenflächen der OVA. Der Versuchsbetrieb Esteburg in Jork verfügt über rund 30 Hektar Anbau- und Versuchsfläche für Äpfel, Birnen, Süßkirschen, Sauerkirschen sowie Pflaumen und Zwetschen. Bei allen genannten Obstarten werden neue Sorten geprüft sowie Pflanzsysteme und Pflanzdichten optimiert.


Die Abteilung Beerenobst befindet sich in Langförden im Landkreis Vechta, dem Zentrum des niedersächsischen Erdbeeranbaus. Der Versuchsbetrieb verfügt über eine Fläche von zehn Hektar. Auch hier werden neue Sorten geprüft sowie Pflanzsysteme und Pflanzdichten optimiert. Dabei werden alle Beerenobstarten behandelt, wie Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Rote und Schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren und Heidelbeeren.

 

Die betriebswirtschaftliche Abteilung Ökonomie und Technik analysiert Buchabschlüsse für den Betriebsvergleich. Auch werden Kalkulationen zum Obstanbau gefertigt sowie einschlägige Statistiken geführt. Hauptaufgabengebiet der technischen Abteilung ist die Erprobung aller für den Obstbau angebotenen Maschinen und Geräte auf ihre Zweckmäßigkeit und Eignung im Obstbau. Wir organisieren Messen und Maschinenvorführungen, um unsere Kenntnisse in die produzierenden Betriebe zu vermitteln. Im Rahmen von Projekten, die vorrangig durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gefördert werden, testet und entwickelt die Abteilung innovative Techniken für den Pflanzenschutz im Obstanbau.

 

Selbstverständlich sind die hier tätigen Experten eng vernetzt mit Fachkollegen in Gremien und Institutionen im In- und Ausland. Parallel dazu findet ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen den Abteilungen, in enger Abstimmung mit der Beratung statt, damit Alle Erkenntnisse, von der Anzucht bis zur Ernte, unverzüglich den Obstproduzenten in ihrer alltäglichen Arbeitspraxis zugutekommt.


Denn oberstes Ziel ist die Schaffung und Erhaltung einer guten Fruchtqualität.